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26.02.2019

Fit fürs Testen am Limit

 

Mit vier Prüfständen unterstützt der Spezialist für Triebwerks- und Gasturbinentechnologie den Bau möglichst leiser, hocheffektiver Flugzeugtriebwerke und Industriegasturbinen.


Die Anforderungen an die Messtechnik und deren konstruktive Integration gestalten sich komplex. „Rotierende Bauteile erfordern eine drahtlose Übertragung der Messwerte, das Verlegen der Kabel an statischen Strukturen muss häufig durch den Strömungskanal nach außen erfolgen“, erklärt Christoph Schulz, Teamleiter Instrumentierungsdesign. Daneben spielen Vibrationen, Öl und hohe Temperaturen im Echtbetrieb eine wesentliche Rolle. Und beim Anbringen der Telemetrieeinheiten wird häufig der verfügbare Bauraum zum Engpassfaktor, die Zahl potenzieller Messstellen ist begrenzt. Für den Einbau einer Telemetrieeinheit in einer Turbine etwa muss ein großer Teil der Bauteile ausgebaut und eventuell durch eigens konstruierte Stützstrukturen ersetzt werden. „Abhängig von realen Umgebungsfaktoren und Zielsetzung passen wir den zu testenden Prototypen an. Dabei achten wir im Sinne valider Ergebnisse auf größtmögliche Produktionsnähe.“

Beim Gewinnen von Fachleuten für die anspruchsvollen Aufgaben arbeitet AneCom AeroTest erfolgreich mit engineering people zusammen. „ep Berlin findet für uns passende Fachleute, die zunächst im Bereich Zeichnungserstellung einsteigen und sich dann über Aufgaben in der Modellierung hin zum Entwickeln eigener Designprojekte zur Realisierung von Tests steigern“, schildert Christoph Schulz.

Aktuell arbeiten in seinem Team zwei ep Kollegen von ep Berlin. Für David Neubauer, M. Sc. Maschinenbau, ist die Tätigkeit maßgeschneidert. Bereits während des Studiums waren Gasturbinen, Luft- und Raumfahrt sein Gebiet. „Nach Forschungsthemen dort bin ich bei AneCom AeroTest auf auf hohem Niveau in die Praxis gestartet“, so David Neubauer. Neben Bauteil- und Instrumentierungskonzeptzeichnungen übernimmt er bereits technische Auslegungen. „Auch der Stil im Unternehmen gefällt mir: Das ist echte Teamarbeit in einem kollegialen und entspannten Umfeld.“ Derzeit erstellt er Konzeptskizzen für ein Turbinengehäuse. „Für mich ist Energie aus Turbinen ein Grundstein moderner Zivilisation – einfach hoch spannend!“
Das findet auch sein ep Kollege Vignesh Ankolekar, M. Sc. Production Systems Engineering. Wie David Neubauer ist er mit fundierten Kenntnissen in puncto Gasturbinen gestartet. „Hier bei AneCom AeroTest arbeiten wir an Antrieben, die bei hoher Sicherheit Leistungsgrenzen ausreizen. Die damit verbundenen Designkonzepte faszinieren mich, gleichzeitig kümmern wir uns um die Dokumentation. Bei der Entwicklungsarbeit in technischen Grenzbereichen ist sie eine unerlässliche Basis für Informationen.“ Das gilt insbesondere dann, wenn Messungen nicht realisierbar sind. Dann schätzen die Fachleute die Risiken und empfehlen eventuell Redundanzen. „Wir haben immer den gesamten Prozess im Blick!“

 

Autor: ASC; Projektbericht aus ep Magazin #16

 

 

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